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Meine Crafter- Girls

Vor einigen Jahren kamen regelmäßig junge Frauen zu mir, die zuerst häkeln lernen wollten. Das klappte ja auch gut. Wir begannen mit Luftmaschen, festen Maschen und Stäbchen. Und so rein von der Feinmotorik waren das echte Herausforderungen.
Ich malte mir schon aus, wie ich mit Tricks, evtl mit Videos oder besonders dickem Garn da weiter helfen konnte.
Doch die jungen Frauen hatten bis zum nächsten Treffen soweit die Anfänge geübt, dass sie schon mit Ideen kamen:
Stirnband, Mütze oder vielleicht ein Mandala?
Ich war wirklich begeistert von der Geschwindigkeit, mit der sie lernten.

Hier ein einfaches Stirnband. Halbe Stäbchen und Farbwechsel wurden hier gelernt

Da wir uns bei mir daheim trafen, hatten sie auch immer meine Deko im Blick, vor allem die Mandala Sitzkissen. So eins nahmen wir uns vor, nachdem die passenden Stirnbänder bald fertig waren.

Und dieses Sitzkissen sollte es als Nächstes sein. Es ist jedem gelungen

An dem Stück, das wir Runde um Runde gemeinsam häkelten, lernten sie noch viele andere Maschen. Aber oft ist das so, wenn die ersten Grundmaschen bekannt sind, ist es nicht mehr ganz so schwer, die anderen noch dazu zu lernen. Ich hatte dann auch die gute Gelegenheit, meine eigene Anleitung, die ich auf den PC gelegt hatte, noch einmal zu überprüfen. Selbst ich wußte nicht immer auswendig, wie ich das Sitzkissen gehäkelt hatte, war es doch schon eine Weile her, dass ich diese Anleitung geschrieben hatte.

Download von Pixabay

Dann machten wir eine Pause über den Jahreswechsel. Die Fragen der Frauen jetzt waren:
Nimmst du noch eine weitere interessierte Frau dazu und kannst du uns Basics vom Stricken beibringen?
Nach meinem ersten Staunen sagte ich natürlich ja und erweiterte den Kreis um eine weitere junge Frau.
Lisa, Melanie und Annika lernten nun das Stricken. Auch nicht einfach, wenn man noch nie Stricknadeln benutzt hat. Und dann unterscheidet es sich doch sehr vom Häkeln. All das sollte und wollte ich rüber transportieren. Es ist aber kein Problem, wenn alle sich ausserhalb der Stunden bei mir um Vervollständigung ihrer Fähigkeiten bemühen.
Dann ist das Beibringen überhaupt nicht mühevoll, sondern sehr bereichernd, besonders für mich. Und so lange es geht, werde ich jedem Level folgen, den meine “Crafter Girls” vorgeben.
Und ich dachte auch, dass wir unsere Abende noch länger fortführen konnten.
Wie das aber so ist … sie waren dann auch beruflich auf einem so guten Weg, dass ihnen leider keine Zeit blieb, das neue Hobby zu vertiefen.
Mir fehlen die gemeinsamen Abende. Und ich wünsche meinen “Crafter Girls”, wie ich sie genannt hatte, alles Gute weiterhin. Schließlich habe auch ich viel gelernt, z.B. Zielstrebigkeit, Lernwillen und Geduld.

Bei mir am Arbeitstisch

 

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